50 Jahre Falkenheim auf dem Belgerkopf

14.09.2004: Kasseler Falken halten naturnahes Freizeithaus in Stand.

Seit einem halben Jahrhundert gibt es das Falkenheim auf dem Belgerkopf bei Kaufungen. "Verändert hat sich seitdem aber kaum etwas", sagt Frank Kistner, der sich um die Vermietung des Heims kümmert und selbst seit seiner Kindheit viele Wochenenden dort verbracht hat.

Holger Börner baute mit Kasseler Falken das Falkenheim

Erbaut wurde das Heim 1952 bis 1954. Unter der Leitung des späteren hessischen Ministerpräsidenten Holger Börner hatte eine Gruppe von 25 jungen Kasseler Falken ihre Wochenenden genutzt, um ein Haus zu bauen, in dem sie sich treffen konnten. "Es ist fast alles so geblieben, wie man es von früher kennt", sagt Frank Kistner. Zwar habe man die Betten erneuert und das Haus renoviert, aber die Grundeinrichtung sei noch immer dieselbe, wie in den Fünfzigerjahren.

Naturnah ohne elektrischen Strom

Anders als damals sei, dass mittlerweile Gas zum Wasserkochen und Toiletten im Haus angebracht seien. "Aber das Wesen des Hauses ist gleich geblieben", betont Frank Kistner. Noch immer würde man bei Kerzenschein zusammensitzen, und bis heute gäbe es im Haus kein elektrisches Licht. "Man beobachtet aber immer, dass die Kinder zuerst nach dem Lichtschalter suchen und dann irritiert feststellen, dass es keinen gibt."

Zukunft durch die Unterstützung der Mitglieder

Finanziert wird das Heim durch die Nutzungspauschale, den Jugendverband und durch Zuschüsse. "Die anfallenden Arbeiten werden aber in der Regel von den Mitgliedern der Falken gemacht." So habe man die Platten um das Haus neu verlegt und auch den Kellerbau in den Siebzigerjahren hätten die Mitglieder selber gemacht.

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